Sie haben bereits Vorsorgedokumente erstellen lassen? Gut!

Aber: Sind diese noch auf dem aktuellen Stand?

Die erst kürzlich im Auftrag der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) verfasste Analyse kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: „Nur jeder zweite Intensivpatient hat eine Vorsorgevollmacht“

Der Großteil der deutschen Bevölkerung besitzt folglich gar keine Vorsorgedokumente!

Einmal erledigt fühlt man sich gleich viel besser!

Ein weiteres erschreckendes Analyseergebnis ist, dass die meisten erstellten Vorsorgedokumente im Laufe der Zeit rechtlich veraltet sind, da die Verfasser sie nicht an die aktuelle Rechtslage angepasst haben. Ändert sich nämlich das Gesetz oder die Rechtsprechung, so können einzelne Verfügungen oder das ganze Dokument hinfällig sein und der niedergelegte Wille kann womöglich nicht umgesetzt werden.

Es gab in den Jahren 2009, 2013 und zuletzt im Juli 2017 Gesetzesänderungen, die sich auf die Wirksamkeit von Vorsorgedokumenten in nicht unerheblichem Maß auswirken. Sie betreffen den Inhalt einer Patientenverfügung und die Voraussetzungen, unter denen der Vollmachtnehmer in ärztliche Zwangsmaßnahmen (Fixierung, Medikamentengabe u.ä.) einwilligen darf.

Am 06.07.2016 erging ein Urteil vor dem Bundesgerichtshof (AZ: XII ZB 61/16), das sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Näheres hierzu finden sie hier

 

Enthält Ihre Patientenverfügung eine detaillierte Aufzählung der lebenserhaltenden Maßnahmen?

Nein? Dann kann der behandelnde Arzt Wunsch auf Einstellung der künstlichen Ernährung im Sterbeprozess nicht umsetzen, da er rechtlich nicht korrekt formuliert ist.

Weiterhin sollten Sie sich auch die Frage stellen, ob Sie Verfügungen für den Fall getroffen haben, dass Sie an einer psychischen Krankheit erkranken? Oder aus welchen Gründen auch immer Zwangsbehandlungen oder eine Zwangsmedikation notwendig wird?

Seit Juli 2017 gibt es hierzu neue gesetzliche Vorgaben. Diese legen fest, dass ein gewählter Bevollmächtigter, nur dann in notwendige Zwangsmaßnahmen einwilligen kann, wenn er hierzu im Vorfeld vom Vollmachtgeber bevollmächtigt wurde.

 

Stellen Sie sich nun abschließend die Frage:

Sind in Ihren Vorsorgedokumenten solche Regelungen enthalten?

Wenn Sie nun nach der Durchsicht Ihrer Dokumente zu dem Ergebnis kommen nicht mehr auf dem Stand der aktuellen Rechtslage zu sein, so überprüfe ich Ihre Dokumente gerne für Sie. Vereinbaren Sie hierzu doch einfach einen Termin in meiner Kanzlei!

JURA DIREKT mit Sitz in Nürnberg ist ein Servicedienstleister und bietet einen sogenannten Aktualisierungsservice, der ein 13 Punkte umfassendes Programm beinhaltet. Ihre Dokumente bleiben mit der Hilfe des Services stets aktuell – ohne – dass Sie sich um etwas kümmern müssen.

 

Notfallservice

Alle JURA DIREKT Kunden, die den Service buchen, erhalten mit ihren Vorsorgedokumenten eine Notfallkarte. Ihre Originaldokumente sind bei JURA DIREKT im Dokumentensafe nach datenschutzrechtlichen Vorgaben sicher verwahrt und vor Missbrauch oder Verlust geschützt.Bei einem Notfall können uns Ärzte, medizinisches Personal und alle Bevollmächtigten rund um die Uhr erreichen und die hinterlegten Dokumente anfordern. Die Berechtigung zum Abruf wird von uns im Vorfeld geprüft.

Sie erreichen uns 24h/7 Tage die Woche unter der kostenlosen Notfallnummer:  0800 20 40 405

Ich freue mich auf einen Besuch von Ihnen!

Hier erhalten Sie Informationen zu den aktuellen Vorträgen und das Vortragsverzeichnis zum Download.

Sie sind Bevollmächtigter in Vorsorgedokumenten?

Damit auch Sie für den Ernstfall vorbereitet sind, veröffentliche ich monatlich einen praktischen Tipp für den Bevollmächtigten.

Erbrecht - leicht verständlich?!

Im Erbrecht gibt es vielerlei Begriffe, die im ersten Moment fremd wirken. Die wichtigsten davon erkläre ich hier.