Erbrecht - leicht verständlich

In unserem Glossar erhalten Sie eine Übersicht und Erklärung zu den wichtigsten Fachbegriffen im Erbrecht. Diese Übersicht wird kontinuierlich erweitert.

A

Abkömmling

Abkömmlinge sind die direkten Nachkommen einer Person, also ihre Kinder, Enkel, Urenkel usw. Unterschieden wird nicht zwischen ehelichen oder nichtehelichen Kindern und Adoptivkindern; sie alle fallen unter den Begriff der Abkömmlinge.

Anfall der Erbschaft

Mit dem Anfall der Erbschaft ist der Übergang der Erbschaft auf den zum Erben Berufenen gemeint. Nicht davon berührt wird das Recht auf Ausschlagung, § 1942 Abs. 1 BGB. Das Besondere am Anfall der Erbschaft ist die sogenannte Universalsukzession § 1922 BGB. Damit ist gemeint, dass dem Erben die Erbschaft zusteht unabhängig davon ob er im Zeitpunkt des Erbfalls bereits davon weiß oder nicht. Die Erbschaft wird also vorläufig erworben und kann mittels Ausschlagung nur rückwirkend beseitigt werden.

Aufgebotsverfahren

Das Aufgebotsverfahren bezeichnet dasjenige Verfahren, wodurch die Gläubiger des Nachlasses auch Nachlassgläubiger genannt aufgefordert werden ihre Forderungen anzumelden. Der Zweck dieses Aufgebotsverfahrens ist es dem Erben eine Übersicht über den Umfang der vorhandenen Nachlassverbindlichkeiten zu geben. Der Erbe kann auf Grund dessen entscheiden welche weiteren Schritte er unternehmen möchte bzw. muss. Zum Antrag berechtigt ist nach der Annahme der Erbschaft sämtliche Erben, jeder Miterbe sowie der Nachlasspfleger, ein etwaig vorhandener Testamentsvollstrecker und ebenfalls ein Erbschaftskäufer.

Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft

Die Auseinandersetzung umfasst die Befriedigung der Nachlassgläubiger und die Verteilung der Nachlassgegenstände unter den Miterben. Grundsätzlich kann jeder Miterbe jederzeit die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verlangen. Einigen sich die Miterben nicht über die Verteilung von Immobilien, kann jeder Miterbe die Teilungsversteigerung beantragen.

B

Berliner Testament

Das „Berliner Testament“ ist ein gemeinschaftliches Testament mit einem besonderen Inhalt. Die Ehegatten setzen sich zunächst beim Tod des zuerst Versterbenden zu Alleinerben ein. Für den Tod des länger Lebenden bestimmen sie ebenfalls gemeinsam, wer erbt. Meist werden hier die gemeinsamen Kinder als Erben eingesetzt.

Betreuer

Jedem Volljährigen wird vom Vormundschaftsgericht von Amts wegen ein Betreuer bestellt, wenn der Betroffene auf Grund einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung zum Teil oder gar ganz außerstande ist, seine Angelegenheit selbst zu besorgen. Die Bestellung eines Betreuers kann man durch Errichtung einer Vorsorgevollmacht vermeiden.

Beweis

Die Zivilprozessordnung kennt fünf Beweismittel: den Zeugenbeweis, die Parteieinvernahme, das Sachverständigengutachten, den Augenschein sowie den Beweis durch Vorlage von Urkunden.

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Erbrecht - leicht verständlich?!

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